Oberpfälzer Gauverband

Schod dass scho wieda ummi is... - Gaujugendzeltlager 2018 in Bruck

Schod dass scho wieda ummi is...

Wie alle Jahre trafen sich die Kinder und Jugendlichen vom Oberpfälzer Gauverband auch heuer wieder, um die 1. Ferienwoche gemeinsam im Zeltlager zu verbringen. Dieses Jahr verschlug es uns nach Bruck i.d.Opf., wo der gastgebende Verein wieder ein bäriges Programm vorbereitet hatte und der Jugendausschuss vom Oberpfälzer Gauverband sein Übriges dazugab.

Bereits am Freitag (letzter Schultag) reisten ca. 40-50 freiwillige Helfer an und bauten bei heißen Temperaturen die Mannschafts-, Küchen-, Wasch- & Schlafzelte auf, so dass der Anreise der Kinder und Jugendlichen am Samstag nichts im Wege stand.

Das Zeltlager wurde mit dem Motto „Dschungelcamp“ versehen, so konnten die Teilnehmer die ganze Woche bei den unterschiedlichsten Aufgaben Sterne sammeln. Keine Angst – der täglichen Nahrungsaufnahme wurde dies nicht zum Verhängnis.

In den Freizeiten, sprich ohne regulärem Programm, wurden Frisuren gestaltet (Flechtfrisuren, Dutfrisuren,...), wie ließen Luftballons steigen, bei den hochsommerlichen Temperaturen wurden Rasensprenger und Gartenduschen aufgebaut, es wurde geschnalzt, getanzt und abends wurden Plattlerproben abgehalten, von Anfängern bis Fortgeschrittenen war alles dabei.

Ziemlich stark erwischte uns das Wetter am Donnerstag. Traditionell feiern wir am Zeltlagerdonnerstag immer unsere Zeltlagerkirwa, beginnend am Vormittag mit einem ökumenischen Gottesdienst, welchen wir noch mit Sonnenschirm und Hüten begleiten durften. Doch plötzlich und unerwartet kam ein heftiges Gewitter auf uns zu und zwar so schnell, dass wir nicht mal mehr von der Leitstelle gewarnt werden konnten. In nicht allzu weiter Entfernung ging ein Blitz nieder. Die Kinder und Jugendlichen wurden in der nahegelegenen Schulturnhalle evakuiert und die restlichen Helfer machten die Zelte dicht und sicherten die Pavillons.. Bei dieser Aktion verspürten ca. 15 Betreuer ein kleines „Bizzeln“ in der Hand, als der Blitz einschlug, was wahrscheinlich der Überspannung geschuldet war. Daraufhin wurden diese 15 Personen durch unseren Sanitätsdienst vor Ort und dem hinzugezogenen Arzt vorsorglich in die umliegenden Krankenhäuser gebracht, ordentlich durch- gecheckt und bereits in der Nacht waren über die Hälfte der Betroffenen schon wieder zurück am Zeltplatz. Den Rest durften wir am Freitag Vormittag wieder in unserer Mitte begrüßen.

Dank des jährlich neu erstellten Evakuierungsplans, der Auswahl des Zeltplatzes (nicht weit weg von einer Halle) und der Unterstützung der FFW Bruck, verlief dieser Nachmittag absolut ruhig.

Die geplanten die Programmpunkte Kirwabaum aufstellen, Kirwabaum austanzen und Kirwabetrieb konnten -wenn auch zeitlich verschoben- trotzdem noch ausgeführt werden. Der Freitagvormittag stand dann für uns unter dem Motto: Interview geben und die Eltern und Trachtler zu Hause zu beruhigen. Einige Vertreter der Presse, Radio und Fernsehen waren vor Ort, um sich ein Bild zu machen, denn im Polizeibericht wurde Blitzschlag am Campingplatz mit 15 Verletzten veröffentlicht. Schade, dass diese Personen nicht mal so vorbeischauen und davon berichten, wenn ca. 280 Kinder und Jugendliche mit Ihren 40 Helfern und Betreuer gemeinsam eine Woche friedlich verbringen!!!

Achja - das Loch für den Kirwabaum wurde am Donnerstag Mittag –kurz vor dem Unwetter- von den Auerbacher Trachtlern ausgehoben und ihnen wurde dann am Freitagabend auch die Zeltlagerfahne übergeben. Somit wird in Auerbach das Zeltager 2019 stattfinden.

Viel war los dieses Jahr im Zeltlager... So verabschiedeten wir unseren Zeltlagerkoch Karl Berger, der über 25 Jahre das Kochlöffel-Zepter in der Küche innehatte und bei den Kindern und Jugendlichen selbst auf Trachtenfesten nur der Küchen-Karre war. Auch unsere Sanitäter Heinz Schäfer und sein Sohn Markus Schäfer wurden verabschiedet. Sie absolvierten diesen Dienst zu Gunsten der Kinder und Jugendlichen seit über 20 Jahren. Dennoch muss es uns für die Zukunft nicht Bange sein, denn es ist es uns geglückt mit Jürgen als Koch und Kati als Krankenschwester & Sanitäterin würdevolle Nachfolger für diese Ämter zu gewinnen.

Vielen Dank an alle, die dazu beigetragen und diese Woche in Bruck für unsere Kinder und Jugendlichen wieder zu einem unvergesslichen Abenteuer gestaltet haben.

Der Jugendausschuss im Oberpfälzer Gauverband