Internationales Brauchtumstreffen beim Trachtenverein “Stamm” Regenstauf

Brauchtum verbinden französische und oberpfälzer Region. Volkstanz überwindet sprachliche Verständigung. Ein Europagedanke wird zwischen Folkloregruppen und Trachtenvereine umgesetzt.

Aus dem französischen Städtchen Barriac-les-Bosquets in der Auvergne, das nahe der Regensburger Partnerstadt Clermount-Ferrand liegt, kamen cà. 100 Besucher nach Kallmünz um Freundschaft und Brauchtum auszutauschen. Seit über zwanzig Jahren treffen sich die Bewohner beider Orte abwechselnd mal in Frankreich, mal in Kallmünz.

Um auch weitere oberpfälzer Bräuche kennen zulernen, erweiterten sie die Beziehungen zu anderen Orten mit Vereinen, die Brauchtum hegen und pflegen. Somit wurden wir vom Bruderverein, dem Heimat- und Volkstrachtenverein Kallmünz gebeten, diesen Nachmittag auszurichten.Die Folkloregruppe „Groupe Folklorique Lous Bouscas“ reiste mit fast fünfzig Mitgliedern in Regenstauf an und unsere Jugend-, Volkstanz- und Plattlergruppen trugen zu einem erlebnisreichen Pfingstsonntag-Nachmittag beim Metzgerwirt bei.Unserer Einladung folgte 1. Bürgermeister Siegfried Böhringer sofort und überbrachte den Gästen die besten Willkommensgrüsse des Marktes Regenstauf. Die Vereinsvorstände Mairie Barriac, Heinz Zenger und Karl Lehner schlossen sich den Begrüßungsworten an und wünschen der Veranstaltung einen guten Verlauf. Um Erinnerungsgaben auszutauschen übergab Bürgermeister Böhringer das Marktwappen Regenstauf an die Vorsitzende der Folkloregruppe und die Vereine übergaben sich gegenseitig Präsente aus der Trachtensache.Nach der kurzen Begrüßung spielten die Musikgruppen aus Frankreich und Regenstauf heimische Volksmusikstücke. Die Gesangsgruppe der Franzosen sangen schönen Lieder aus ihrer Heimat. Die Jugend-, Volkstanz- und Plattlergruppen vermischten sich dann untereinandern und unsere Tänzer übten die französischen Tänze, wie z. B. den Volkstanz „Brise Pieds“ um nur einen zu nennen. Die Gäste übten mit uns den „Schlamperer“ und die „Sternpolka“. Auch den Schuhplattler „Haushamer“ wollte einzelne Franzosen probieren.Eine Extraeinlage war der „Watschnplattler“ von unseren beiden Plattlern Hans Senft und seinem Enkel Tobias Lehner mit seiner Mutter Doris, die zum stimmungsvollen und erlebnisreichen Nachmittag beitrugen. Sie bekamen sehr viel Applaus.Man sieht, dass Musik, Volkstanz und Brauchtum international ist und zur europäischen Völkerverständigung beiträgt auch wenn es sprachliche Barrieren gibt.

Gegen 18 Uhr verabschiedeten wir unsere französischen und Kallmünzer Gäste mit dem beiderseitigen Wunsch auf ein Wiedersehen.